Archiv: März, 2008

Der in orientalischen Ländern beliebte Çaydanlık stellt ein ähnliches Zubereitungssystem wie beim Samowar dar. Dieser Tee muss ebenfalls gewaschen werden, um die sonst sicher eintretenden Trübungen und geschmacklichen Verfremdungen zu vermeiden. Auf die Tasse gerechnet ist der Verbrauch von Teeblättern sehr hoch. Häufig wird er sehr stark getrunken und extrem gezuckert. Unüblich sind Beimischungen von Zitrone und Milchprodukten. Orientalischer Schwarztee, der häufig in der preisgünstigeren Kilopackung angeboten wird, eignet sich jedoch nicht für die englische Zubereitungsform. Übung wird beim Ansetzen des Suds erfordert. Am Geschmack können Kenner orientalischer Tees erkennen, ob die Waschungen richtig durchgeführt worden sind bzw. was dabei falsch gemacht wurde.

Quelle: Wikipedia

 

Der Tee kam im 17. Jahrhundert aus der Mongolei nach Russland. Zunächst wurde das Getränk am Hof des Zaren und von den Bojaren getrunken. Im Jahre 1670 war es in Moskau und in Nischni Nowgorod allgemein verbreitet, im übrigen russischen Reich jedoch nicht. Die Einwohner Moskaus erhielten deshalb den Spitznamen „Teetrinker“ oder auch den abfälligen Begriff „Wassersäufer“. Zu einem Alltagsgetränk wurde Tee in ganz Russland erst im 19. Jahrhundert.

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In China, Japan, Korea und Vietnam werden keine Siebe oder Beutel verwendet. Das heiße Wasser wird direkt zu dem Tee in die Kanne oder in die Tasse gegossen. Weil die nassen, in der Regel unzerkleinerten Teeblätter schwerer sind als das Wasser, setzen sie sich am Grund des Gefäßes ab. Deswegen kann der Tee so problemlos oben abgegossen bzw. abgetrunken werden. Siebeinsätze in der Kanne, welche die Teeblätter zurückhalten sollen, sind ebenfalls in Gebrauch. Der Tee wird dabei bis zu dreimal aufgegossen, bevor neue Teeblätter verwendet werden. Als ein Zeichen von Dekadenz gilt es, wenn die Blätter nach dem ersten Aufguss gewechselt werden. In diesen Ländern ist auch das Süßen von Tee unüblich. Es bildeten sich unterschiedliche Teekulturen in China mit dem Gong Fu Cha und in Japan mit dem Sadō aus.

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Es wird bei der englischen Zubereitung zerkleinerter trockener Tee in relativ geringer Menge mit heißem oder kochendem Wasser überbrüht, eine relativ kurze Zeit ziehen gelassen und anschließend wieder aus dem Getränk genommen. Es wird dabei ein Teebeutel, Teefilter oder ein Tee-Ei verwendet oder die Teeblätter werden direkt in die Kanne gegeben, was nach der Ziehzeit das Abgießen durch ein Sieb erfordert. Die Teeblätter werden nicht im Wasser gekocht. Ebenfalls Mehrfachbrühungen von Blättern, ein ständiges Hinzufügen frischer Blätter zu bereits verwendeten Blättern sowie die Verwendung von ganzen Blättern oder feinste zerriebenem Teeblatt (Tee-Mehl) kommen nicht vor. Auch das „Waschen“ der Teeblätter, welches bei vielen orientalischen und der russischen Zubereitungsform notwendig ist, wird nicht durchgeführt. Es werden viele auf die englische Zubereitungsform ausgelegten handelsüblichen Sorten vor der Abpackung industriell „entstaubt“.

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Die Blätter von grünem und schwarzem Tee enthalten Koffein, worauf der Körper ähnlich reagiert wie auf Adrenalin. Es wird eine Steigerung der Herztätigkeit und ein Ansteigen des Blutdrucks erzeugt. Teeblätter haben einen bis zu fünf Prozent höheren Koffeingehalt als Kaffeebohnen (ca. ein Prozent). Tee wird jedoch vergleichsweise mit mehr Wasser aufgegossen als Kaffee, sodass fertiger Tee nur einen mäßigen Koffeingehalt hat. Hinzu kommt, dass die im Tee enthaltenen Gerbstoffe die Resorption des Koffeins durch den Organismus behindern. Koffein löst sich in Wasser schneller als die Gerbstoffe, deswegen hat ein Aufguss mit kürzerer Ziehzeit von rund drei Minuten eine eher anregende Wirkung, bei rund fünf Minuten wird der Tee bitterer und die anregende Wirkung lässt nach. Die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird durch den hohen Polyphenolanteil im Tee behindert.

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