Thema: 4. Markt und Zahlen

Die deutsche Teewirtschaft  blickt auf ein gutes Jahr 2008. Mit rund 51.000 t Tee erzielten die deutschen Teeimporteure erneut einen Einfuhrrekord im Vergleich zum Jahr 2007. Es entstand letztes Jahr somit ein Plus von knapp 4,9 % (2,367 t).

Auch an internationaler Wertschätzung gewinnt der deutsche Teehandel, denn auch die Exporte aus Deutschland (26.989 t)  sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen und erzielen ein Plus von  2.956 t. Eine leichte Steigerung konnte auch im Teeverbrauch verzeichnet werden: 17750 t Tee wurden insgesamt in Deutschland konsumiert; das sind rund 25,5 Liter pro Kopf. 

Tee ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland und auch immer mehr junge Fans finden Gefallen an dem Lifestylegetränk. Es ist nicht nur ein Getränk für alle Lebenssituationen sondern auch für alle Altersgruppen geeignet. Außerdem ist Tee nicht nur gleich nach Wasser das am meisten konsumierte Getränk der Welt, es wandelt sich zudem auch mehr und mehr zu einem Lifestyleprodukt.

Zu einem unvergleichlichen Getränk wird Tee durch die große Auswahl und die Geschmacksvielfalt. Auf dem deutschen Teemarkt werden unendlich viele verschiedene Teemischungen und –variationen aus unterschiedlichen Teeanbaugebieten der ganzen Welt angeboten. Favorit der deutschen Teetrinker bleibt jedoch, wie bereits in den Jahren davor, der schwarze Tee. Der Anteil von schwarzem Tee lag im Jahr 2008 bei 77 %. Der grüne Tee kann, wie auch im Jahr 2007, einen Anteil von 23 % verzeichnen. Weiterhin einen Marktanteil von ca. 60 % nimmt loser Tee ein (sowohl grüner als auch schwarzer Tee).

Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes, erklärt die wachsende Beliebtheit des Getränkes wie folgt: "Kein Getränk ist so facettenreich und vielseitig wie Tee, und man kann ihn in allen Lebenssituationen genießen. Ob zum Frühstück, 4-Gänge Menü, im Büro, mit Freunden in der Tea-Lounge oder nach dem Fitness-Training.“

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Tee zieht gut: Deutsche Tee-Wirtschaft gewinnt weiter an Bedeutung auf dem Weltmarkt

Weiterhin stabil entwickelt sich der deutsche Teemarkt, mit der Tendenz wachsend. Im letzten Jahr führte die Bundesrepublik Deutschland insgesamt 48.406 Tonnen Tee ein. Somit steigerte damit das Importvolumen um weitere 3,4 % nach dem Rekordjahr 2006. Die Zahlen belegen, dass Tee auch weiterhin gut zieht und voll im Trend liegt.

Die deutsche Teewirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung, weil Tee-Spezialitäten aus Deutschland weltweit gefragt sind. In Deutschland wurden so insgesamt 24.033 Tonnen Tee (rund die Hälfte der Importe) veredelt und anschließend in 94 verschiedene Länder rund um den Erdball exportiert als hochwertige Tees.

Die in Deutschland kreierten Teespezialitäten werden von den importierenden Ländern wie Großbritannien, Russland, USA und China sehr geschätzt. Zu verdanken ist dies der besonderen Fachkompetenz der deutschen Tee-Experten.

Als Sorgenfalte über dieser Entwicklung steht die Teurungsrate auf den Beschaffungsmärkten. Teilweise bis zu 15 % erhöhte Preise müssen vom Handel aufgefangen und an die Endverbraucher weiter gegeben werden. Nach Jahren der moderaten Preisanpassung muss man abwarten, wie sich die Preise auf die Nachfrage auswirken.

Grafen-Tee wird die Preise nur vereinzelt leicht anpassen und den größten Teil der Erhöhungen von der eigenen Handels-Marge abfangen.

Im GfK Consumer Index vom November 2006 heißt es zur Perspektive des deutschen Lebensmittelmarktes, dass man in einem Land mit stagnierender Bevölkerung nicht spürbar mehr Nahrungsmittel verkaufen kann.

Spethmann ergänzt, dass es eine besondere Herausforderung ist, eine traditionelle Kaffeetrinker-Nation zu höherem Teekonsum zu motivieren. Die Unternehmen blicken dennoch zuversichtlich in die Zukunft.

Die Rahmenbedingungen sind, mit dem Rückenwind der Erfolge im internationalen Geschäft und angesichts weltweit steigender Nachfrage, gut. Außerdem kommen positive Signale aus dem Inlandsmarkt hinzu, die auf ein zunehmend konsumfreudiges Klima schließen lassen.

Dazu Spethmann:
„Traditionell stehen deutsche Unternehmen für erstklassige Qualität und innovative Produkte – Kriterien, die bei wachsender Kauflaune besonders gefragt sind.“

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Der klassische Lebensmittel-Einzelhandel bleibt die wichtigste Einkaufsquelle für deutsche Tee-Genießer, ebenso wie Discounter mit einem Anteil von annähernd 60 Prozent. Die Tee-Fachgeschäfte folgen auf Platz 2 mit 18,1 Prozent Anteil am Gesamtmarkt.

Jochen Spethmann begründet die gute Position des Fachhandels damit, dass für viele Tee-Genießer schon der Kauf ein Erlebnis ist, das entsprechend zelebriert wird. Spethmann sagt, dass der deutsche Teetrinker zwar nicht so viel Tee konsumiert wie beispielsweise die Engländer oder die Chinesen, aber weltweit der Ruf eines echten Kenners mit sehr hohem Anspruch genossen wird.

Daher werden eigens Spitzenqualitäten für den deutschen Markt in zahlreichen Teegärten produziert.

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Der Inlandsmarkt für Tee bleibt, im Gegensatz zu der erfreulichen internationalen Entwicklung der deutschen Teewirtschaft, ein schwieriges Geschäft.

Rechnerisch ergibt sich aus der Export/Importstatistik 2006 eine Inlandsverfügbarkeit von 21.483,30 Tonnen, wobei der Eigenverbrauch gemäß der Erhebung des Teeverbandes nach Bereinigung um die Lagerbestände real bei 17.530 Tonnen lag. Im Berichtsjahr lag der Pro-Kopf-Verbrauch somit bei knapp 25 Litern und bewegt sich damit ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre.

Beim Teeverband heißt es dazu, dass der Tee beim „Sommermärchen 2006 mit WM und Traumwetter leider nicht zu den Gewinnern gehörte“. Dabei ist die Affinität zum Tee auch regional bedingt: Während die Ostfriesen, die weltweit als Kenner und Konsumenten höchster Tee-Qualität geschätzt werden, zusammen mit den Iren und Libyern die weltweite Spitzengruppe bilden, konzentriert sich der Konsum innerhalb Deutschlands ansonsten vornehmlich auf Norddeutschland und nimmt südlich von Göttingen ab.

Eine hohe „Teetrinker-Dichte“ gibt es allerdings auch in Frankfurt und Berlin laut Verbraucher Analyse. Etwa 40 Prozent des Tees werden hierzulande in Form von Aufgussbeuteln gekauft, 60 Prozent entfallen auf lose Ware.

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Im internationalen Marktgeschehen gewinnt Deutschland immer mehr an Bedeutung. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Kompetenz und Erfahrung hiesiger Handelshäuser in der Veredelung und Vermarktung hochwertiger Tees.

Zu einem großen Teil gehen diese Spitzenqualitäten in den Re-Export und erfreuen sich weltweit einer wachsenden Nachfrage.

Hamburg ist die Tee-Hauptstadt des europäischen Kontinents – dort werden nicht nur rund 70 Prozent der deutschen Tee-Importe abgewickelt, sondern auch mehr als die Hälfte des europaweit gehandelten Tees.

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Sri Lanka und Kenia hingegen sind ganz auf den internationalen Markt ausgerichtet. So erzeugten Sri Lanka mit 310.822 Tonnen und Kenia mit 310.607 Tonnen im Vergleich zu Indien und China eine deutlich geringere Menge, brachten diese allerdings mit einem Ausfuhrvolumen von 308.331 Tonnen (Sri Lanka) und 305.721 Tonnen (Kenia) fast komplett auf den internationalen Markt.

Damit ist Sri Lanka der wichtigste Tee-Exporteur der Welt vor dem afrikanischen Land. Der Marktanteil liegt in Deutschland bei 13,43 Prozent (Vorjahr 12,58 Prozent). Anbaufläche, Ernte und Exportmenge von Tee sind in Kenia in den letzten vier Jahrzenten sprunghaft angestiegen.

Tee ist heute einer der wichtigsten Exportgüter des Landes und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Kenia-Tee stammt aus den Distrikten Nandi, Kericho, Limuru-Kiambu, Meru und Nyeri und wird vornehmlich nach der CTC-Methode verarbeitet.

Deutschland bezieht auch zunehmend Tee aus Kenia, der überwiegend in Mischungen verarbeitet wird.

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Die Führungsposition im internationalen Teemarkt hat China mit einer Produktion von über 1 Mio. Tonnen unter den Erzeugerländern übernommen. Dies entspricht bei 870.000 Tonnen einem Zuwachs von 17,2 Prozent.

In Deutschland stammt ebenfalls der meiste Tee aus China – das Reich der Mitte hat seinen Marktanteil bei uns auf 22,07 Prozent erhöht (Vorjahr 19,73 Prozent). Im weltweiten Ranking der Erzeugerländer folgt Indien auf dem zweiten Platz mit einer Gesamtproduktion von 955.907 Tonnen (Vorjahr: 927.984 Tonnen. Dies entspricht einem Plus von rund 3 %.

Unter anderem stammt aus dem traditionsreichen Tee-Anbauland der weltberühmte Darjeeling sowie der Assam-Tee, der bei uns in Deutschland beispielsweise für die beliebten kräftigen Ostfriesen-Mischungen verwendet wird. Indien hat sich in Deutschland im Berichtsjahr Platz zwei der Lieferländer erobert. Der Marktanteil lag mit einem Volumen von 6.976 Tonnen bei 14,91 Prozent.

Sowohl in Indien als auch in China hat der Teekonsum eine lange Tradition und ist fester Bestandteil der jeweiligen Landeskultur. Auch für den Außenhandel der beiden Nationen spielt Tee eine wichtige Rolle. Indien exportiert insgesamt 203.860 Tonnen, die rund 21 Prozent seiner Teeproduktion entsprechen; in China sind es gut 28 Prozent (286.463 Tonnen).

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V

Deutsche Firmen liefern weltweit Spitzenqualität

Hamburg, 20. Juni 2007. Im vergangenen Jahr hat Deutschland seine Position als Drehscheibe des internationalen Teehandels weiter ausgebaut: Das Importvolumen 2006 erreichte einen Zuwachs um 12,2 Prozent mit 46.785 Tonnen gegenüber dem Vorjahr und damit eine neue Rekordmarke.

Auch die Ausfuhr aus Deutschland stieg gleichzeitig auf einen Spitzenwert. 2006 wurden 25.302 Tonnen Tee von deutschen Teeunternehmen verarbeitet, veredelt und anschließend in alle Welt exportiert – auf Spitzenqualität „Made in Germany“ setzen vor allem Länder wie USA, Großbritannien und Russland.

Mit einem Pro-Kopf-Konsum mit knapp 25 Litern lag Deutschland in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, wobei rund 23 Prozent auf Grünen und 77 Prozent auf Schwarzen Tee entfielen. „Klein, aber fein – im internationalen Vergleich trinkt der deutsche Verbraucher zwar relativ wenig Tee, genießt dafür aber international den Ruf, die höchsten Ansprüche zu besitzen“, sagt Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit 3,5 Mio. Tonnen Tee produziert – dies entspricht einem Zuwachs von 4,3 Prozent. Mehr als die Hälfte davon (1,9 Mio. Tonnen) verblieb bei stabilem Exportvolumen für den Eigenverbrauch in den Ursprungsländern.

Quelle: Wissenschaftlicher Informationsdient Tee, Deutscher Teeverband e.V