Es wird bei der englischen Zubereitung zerkleinerter trockener Tee in relativ geringer Menge mit heißem oder kochendem Wasser überbrüht, eine relativ kurze Zeit ziehen gelassen und anschließend wieder aus dem Getränk genommen. Es wird dabei ein Teebeutel, Teefilter oder ein Tee-Ei verwendet oder die Teeblätter werden direkt in die Kanne gegeben, was nach der Ziehzeit das Abgießen durch ein Sieb erfordert. Die Teeblätter werden nicht im Wasser gekocht. Ebenfalls Mehrfachbrühungen von Blättern, ein ständiges Hinzufügen frischer Blätter zu bereits verwendeten Blättern sowie die Verwendung von ganzen Blättern oder feinste zerriebenem Teeblatt (Tee-Mehl) kommen nicht vor. Auch das „Waschen“ der Teeblätter, welches bei vielen orientalischen und der russischen Zubereitungsform notwendig ist, wird nicht durchgeführt. Es werden viele auf die englische Zubereitungsform ausgelegten handelsüblichen Sorten vor der Abpackung industriell „entstaubt“.

In der Regel erzeugt diese Methode ein klares Getränk mit leichter bis mittelstarker Färbung und geringer Trübungsneigung, welches im mittleren Temperaturbereich getrunken wird. Selten bevorzugt wird sehr heißer Tee, der durch Schlürfen rasch abgekühlt und mit Sauerstoff vermischt wird (arabische Variante) oder langsam erkaltender Tee (Mittelamerika). Bei der englischen Zubereitung ist das Würzen von Tee nur mit Zucker oder Zitrone üblich, nachträglich wird aber oft mit Sahne oder Milch serviert. Andere Gewürze lassen sich jedoch zusetzen.

Unter Teekennern, sowie in England und den nördlichen Regionen Kontinentaleuropas, wo ein höherer Pro-Kopf-Verbrauch von Tee vorhanden ist (Holland, Friesland) wird der Wasserqualität oft ein entscheidender geschmacklicher Einfluss zugeschrieben. Wasserhärte und Frische (Sauerstoffgehalt) haben im Wesentlichen einen geschmacklichen Einfluss.

Quelle: Wikipedia

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