Gepostet im März, 2008

Tee und Gesundheit

Gepostet von am Mrz 10, 2008 in Gesundheit | Keine Kommentare

Die Blätter von grünem und schwarzem Tee enthalten Koffein, worauf der Körper ähnlich reagiert wie auf Adrenalin. Es wird eine Steigerung der Herztätigkeit und ein Ansteigen des Blutdrucks erzeugt. Teeblätter haben einen bis zu fünf Prozent höheren Koffeingehalt als Kaffeebohnen (ca. ein Prozent). Tee wird jedoch vergleichsweise mit mehr Wasser aufgegossen als Kaffee, sodass fertiger Tee nur einen mäßigen Koffeingehalt hat. Hinzu kommt, dass die im Tee enthaltenen Gerbstoffe die Resorption des Koffeins durch den Organismus behindern. Koffein löst sich in Wasser schneller als die Gerbstoffe, deswegen hat ein Aufguss mit kürzerer Ziehzeit von rund drei Minuten eine eher anregende Wirkung, bei rund fünf Minuten wird der Tee bitterer und die anregende Wirkung lässt nach. Die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird durch den hohen Polyphenolanteil im Tee behindert.

Vor allem der grüne Tee wurde in den 1990er Jahren zum Modegetränk und erwarb sich den Ruf gesünder zu sein als schwarzer Tee. Der grüne Tee unterscheidet sich vom Schwarztee durch die Fermentation nach der Ernte. Auch der schwarze Tee enthält antioxidativ wirkende Flavonoide. Im Gegensatz zum grünen Tee ist durch die Fermentation eine geringe Konzentration einiger Flavonoide miteinander verbunden. Diese Verbindungen werden allerdings im Körper zum Teil wieder gelöst, sodass schließlich dieselben Flavonoide durch den grünen Tee in den Körper gelangen wie durch den schwarzen Tee. Die Bevorzugung des grünen Tees ist also aus gesundheitlichen Gründen nicht belegbar. Der Anteil an Catechinen ist im Schwarztee deutlich geringer, weil aufgrund der Fermentation die Catechine zu oligomeren Theaflavinen reagieren.

­­­­­­­­Möglicherweise sind die Flavonoide auch für eine weitere gesundheitsfördernde Wirkung des Tees verantwortlich, nämlich für die Steigerung der Elastizität der Blutgefäße (Endothelfunktion) und somit deren Durchflussmenge. Eine Studie der Berliner Charité belegt jedoch, dass diese Wirkung durch die Zugabe von Milch so gut wie zunichte gemacht wird.

Dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee das Risiko, an Krebs zu erkranken vermindern kann, zeigen Hinweise einiger Studien. In den Teilen der Welt, in denen viel Tee getrunken wird, ist die Inzidenz für bestimmte Krebsarten geringer als im Rest der Welt. Verantwortlich für eine präventive Wirkung werden insbesondere die in manchen Teesorten natürlicherweise enthaltenen Polyphenole (Epigallocatechingallat, EGCG) gemacht.

Eine Studie des Centers for Human Nutrition an der David Geffen School of Medicine der UCLA , die an Patienten mit Prostatakarzinomen durchgeführt wurde, zeigt, dass das aus dem Tee stammende EGCG in den Tumoren nachweisbar war und das Zellwachstum hemmte. Schwarzer Tee zeigt hierbei offensichtlich eine etwas stärkere Wirkung als grüner Tee, das Placebo (ein Soda-Getränk) zeigte keine Wirkung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grüner und schwarzer Tee helfen können, Prostatakrebs zu verhüten.

Das Risiko für Zahnkaries wird durch die im Schwarztee, jedoch insbesondere durch die im grünen Tee, enthaltenen Polyphenole und Fluoride gesenkt. Calciumoxalat fällt durch die Zugabe von Milch als schwerlösliches Salz aus, sodass die Gefahr von Nierensteinbildung verringert wird.

Bereits zwei bis vier Tassen Tee pro Tag senken das Hypertonie-Risiko um 46 % laut einer Studie der Cheng-Kung-Universität in Taiwan; höherer Konsum senke das Risiko sogar um 65 %. Die Studie ist bei über 1500 Personen durchgeführt worden. In Taiwan trinkt man vor allem den einheimischen Oolong-Tee und den grünen Tee.

Nach einiger Zeit scheidet sich auf der Oberfläche eine dünne Haut ab, wenn der Tee mit hartem Wasser gekocht wurde. Teestein oder Teehaut nennt man diese kristallin erscheinende Schicht. Diese Schicht kommt zustande, wenn die Gerbstoffe des Tees mit Magnesium- und Calciumionen des harten Wassers reagieren und an der Oberfläche ausgefällt werden. Für die Gesundheit ist sie völlig unbedenklich. Manche Teetrinker schätzen sie jedoch nicht, weil die Teehaut ein Indikator für hartes Wasser ist und dieses sei, so sagen sie, für die Entfaltung eines guten Teegeschmacks ungeeignet.

Quelle: Wikipedia

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