Gepostet im September, 2013

Tee der Woche: China Sencha

Gepostet von am Sep 29, 2013 in Aktuelles, Allgemein | Keine Kommentare

Tee der Woche: China Sencha

Ja, Sie lesen richtig: China und Sencha zusammen in einer Tüte. An sich ein Widerspruch, in diesem Fall ein gelungener Cross Over.

Eigentlich bezeichnet Sencha den klassischen japanischen Grünen Tee, der unbeschattet wächst und bei dem die Fermentation durch Dämpfen unterbrochen wird. In China wird der Grüne Tee traditionell geröstet um die Fermentation zu unterbinden. Dieser Hauptunterschied in der Herstellung ist der Grund für die beiden Hauptrichtungen der Grünteekultur. In Japan trinkt man sattgrünen, nadelblättrigen, grasig duftenden Tee, in China ist das Teeblatt leicht matt, oftmals gedreht oder auch naturbelassen und schmeckt zart rauchig. Die meisten Grünteeliebhaber entscheiden sich frühzeitig für eine Richtung und bleiben dieser meistens treu.

Dieser unser China Sencha ist nun wahrlich etwas Besonderes: Er stammt aus China, wird aber gedämpft wie in Japan.

Das Ergebnis ist ein fein-nadeliger Grüntee, dem die rauchige China-Note nahezu komplett abgeht, der aber auch nicht so intensiv grasig ist, wie man es aus Japan kennt. Relativ robust und unempfindlich kann man ihn bei 90°C zubereiten, ohne ein unangenehmes Geschmackserlebnis befürchten zu müssen – somit eignet sich der Tee wunderbar als vielseitiger Alltagstee.

Zu allem Überfluss ist der Tee auch noch gesund und steigert die Gedächtnisleistung, wie jüngst wieder einmal ausführlich beim ORF über eine japanische Studie berichtet wurde:

http://science.orf.at/stories/1725429/

Also: Ran an den Tee!

Zu finden unter:
http://www.grafen-tee.de/tee-fur-jeden-tag/china-sencha.html

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Tee der Woche: Mandelplätzchen

Gepostet von am Sep 19, 2013 in Aktuelles, Allgemein | Keine Kommentare

Tee der Woche: Mandelplätzchen

…oder: wie einen ein Tee doch überraschen kann!

Als ich diesen Tee erstmals auf den Tisch bekam, war ich nur mäßig angetan. Grünen Tee finde ich zwar gut, aber ich würde ja prinzipiell einen japanischen Orthodoxen vorziehen – wie das so ist, hat ja jeder seine Vorlieben. Noch dazu ein Mandelplätzchen Aroma. Hm. Cremige Aromen sind eigentlich nicht so meins. Also standen die Chancen alles in Allem ziemlich gut, dass dieser Tee ein persönlicher Flop wird.

Aber weit gefehlt! Nicht nur lässt der China Sencha angenehmerweise jegliche rauchige Note vermissen, sondern auch das Mandelaroma erweist sich als Überraschung. Zarter Geschmack nach Mandel und Amaretto kombiniert mit der sanften Frische des chinesischen Senchas ist ein Erlebnis – wie Amarettini, die kleinen italienischen Kekse, zum Trinken.

Wer also auf der Suche ist nach einem aromatisierten Grünen Tee ist, der einen leichten Anklang herbstlicher Genüsse mitbringt, der liegt hier unbedingt richtig!

http://www.grafen-tee.de/mandelplatzchen.html

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Tee trinken – verstaubtes Ritual oder Trend?

Gepostet von am Sep 4, 2013 in Allgemein | 1 Kommentar

Tee trinken – verstaubtes Ritual oder Trend?

Eine Tasse Tee erfrischt bekanntlich den Geist. Das ist auch ein Grund dafür, warum er nicht aus der Mode kommt. Morgens belebt er, abends beruhigt er – wenn es die richtige Sorte ist.
Der Klassiker: die Teestunde um fünf Uhr, die auch im Büro eingelegt werden kann. Grundregel: Gesüßt werden darf er, heiß sein muss er.

Der Teegenuss steht und fällt mit der Qualität. Auch die Zubereitung spielt eine Rolle, ein wenig Sorgfalt ist dafür notwendig. Ein Esslöffel loser Tee reicht meist für eine Kanne des traditionsreichen Getränks, das in fast allen Regionen der Welt getrunken wird. Asiaten und Araber lieben den Tee, in Russland und Nordafrika gibt es diverse Rituale rund um den Tee. Japan ist für seine Teekultur ist besonders bekannt. Er dient in manchen Ländern auch als Begrüßungstrunk – etwa in der Türkei. Wird einem Gast Tee angeboten, so heißt man ihn damit willkommen.

Der Lieblingstee eines Menschen sagt außerdem etwas über seine Persönlichkeit aus. Herber grüner Tee, aromatischer Assam, edler Darjeeling, fruchtiger Rotbusch, zarter Jasmin, scharfer Ingwer – alle Generationen, Geschlechter und Gesellschaftsschichten können dem Tee etwas abgewinnen. Dabei ist natürlich von Tee die Rede, der lose in Tütchen verkauft und zu Hause in Dosen aufbewahrt wird, die kein Licht durchlassen.

Ob ein hochwertiger Tee mit oder ohne Zucker, Kandis, Honig, Süßstoff, Zitrone, Marmelade, Milch oder Sahne getrunken wird, grenzt fast schon an eine Weltanschauung. Die Puristen genießen den “reinen Stoff” und nehmen ggf. sogar eine leicht bittere Note bei ihrem Getränk in Kauf. Andere bevorzugen die liebliche Note, wieder andere mögen den Kontrast aus natürlich herbem Tee mit einem Schuss Sahne zum Abmildern. Tee mit Rum gehört zu den eher umstrittenen Varianten.

Ebenso gehen die Meinungen darüber auseinander, woraus oder wozu der Kenner seinen Tee trinkt. Teebecher, hauchdünne Porzellantasse oder Glas? Zum Frühstücksbrötchen mit Konfitüre oder zur Käsestulle am Abend? Zu feinem süßen oder zu salzigem Gebäck? Zur Obsttorte oder schwarzer Schokolade? In Asien wird Tee zu pikanten Speisen getrunken, und zum Original Schweizer Käsefondue gehört als Getränk schwarzer Tee.

Nicht zu vergessen die heilende Wirkung des Tees, die seit Jahrtausenden bekannt ist. Um Schmerzen zu lindern, Hustenreiz oder Magenbeschwerden zu bekämpfen, zur Beruhigung der Nerven und Entschlackung des Körpers kommen verschiedene Teesorten aus Kräutern, Blüten, Pflanzenrinde oder Wurzeln zum Einsatz. Kamillentee beispielsweise ist ein Hausmittel gegen Magenbeschwerden, wird aber auch als Spülung zum Aufhellen blonder Haare verwendet. Baldriantee gilt als besonders bekömmliche Einschlafhilfe, Salbeitee hilft gegen Zahnschmerzen und ist gut für den Hals, und auf Tee aus frischem Ingwer als probates Anti-Erkältungs-Mittel schwören viele Zeitgenossen.

Aromatees mit Wildkirsche oder Vanille waren in den 1970er Jahren der Hit, haben aber auch heute viele Anhänger. Auf diesem Sektor gibt es immer wieder neue Kreationen – orthodoxe Teetrinker rümpfen darüber jedoch eher die Nase. Die Lager sind gespalten.

Mancher mag das Heißgetränk als alten Hut abtun, wir vertreten jedoch die Meinung: Kein Getränk ist so wandelbar und vielfältig, kann zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken werden, in nahezu jedem Aggregatzustand und ist damit niemals langweilig und verstaubt.

Man kann nicht jeden Tee mögen, aber jeder kann einen finden, den er mag!

 

 

 

Bildquelle: Deutscher Teeverband e.V.

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